Wenn man die Worte „Musik“ und „Apple“ in einem Satz hört denken die meisten Leute gleich an iPods. Die Musikprofis unter euch mögen auch Logic Studio damit assoziieren, aber nur bei einer Minderheit wird sofort das iPad in den Gedanken rum schwirren. Dabei ist das iPad dank zahlreicher Apps aus dem Appstore extrem vielfältig im Umgang mit der Musik. Einige interessante Apps möchte ich in diesem Artikel kurz vorstellen:
Auf jedem iPad ist bereits die iPod-App vorinstalliert. Sie ist wie der Name schon sagt der Standard Musikplayer des iPads und gewährt Zugriff auf alle gespeicherten Songs. Die Handhabung ist schlicht, übersichtlich und bereits aus iTunes bekannt. Man kann sich die Lieder nach Titel, Interpreten, Alben, Genres oder Komponisten anzeigen lassen und selbst Playlisten können recht schnell erstellt werden.
Wem diese einfache aber effektive Darstellung zu langweilig ist, der mag sich für die Gratisapp Planetary interessieren. Wie beinahe alle Musikapps bedient sich auch diese aus der iPod Mediathek und ist im Grunde nichts anderes als eine weitere Wiedergabemöglichkeit. Ehrlich gesagt ist sie nicht einmal so gut wie die original iPod-App, da sie keine Wiedergabelisten zulässt und man bei der Sortierung auch schon festgelegt ist. Trotzdem ist diese App es wert benutzt zu werden, denn sie zeigt die Songs in einer einzigartigen Art und Weise an, die wieder einmal verdeutlicht was mit dem iPad möglich ist, wenn die Gedanken der Entwickler noch nicht festgefahren sind. Die App fügt alle Lieder in eine Darstellung des Universums ein. In diesem Universum befinden sich nach dem Interpreten benannte Galaxien und in einer Umlaufbahn um die nach dem Interpreten benannte Sonne fliegen dann wiederum die Alben angezeigt als Planeten. Die einzelnen Lieder eines Albums kreisen schließlich als Monde um das entsprechende Album. Diese Ansicht ist zwar alles andere als praktisch aber beim rumspielen stößt man in Galaxien vor, in denen längst vergessene Songplaneten zu finden sind.
Natürlich gibt es auch die Möglichkeit Radio mit dem iPad zu hören. Die App TuneIn Radio empfiehlt sich da, denn sie beinhaltet eine riesige Auswahl an regionalen, überregionalen, nationalen und internationalen Sendern. Besonders gut ist die Suche der Sender nach Standort. Damit findet man auch Unterwegs schnell die Sender der Region. Außerdem beinhaltet die App sogar einen Alarm und Sleeptimer für diejenigen, die auf eine bestimmte Sendung warten oder abends zum Einschlafen gerne Musik hören. In der kostenpflichtigen Pro-Variante kann man auch noch Sendungen aufnehmen.
Wer auf der Suche nach Musik ist, die er noch nicht in den Abgründen seiner Mediathek verkommen lässt, sollte sich einmal die App Discovr anschauen. Hier gibt man einen beliebigen Künstler oder Bandnamen ein und die App zeigt dir eine „interaktive Landkarte“ mit Musikern, die ähnlich klingen. Die Datenbank ist unglaublich umfangreich und selbst sehr kleine und unbekannte Bands lassen sich mit ihr finden. Besonders schön ist die Möglichkeit ohne Umwege über andere Apps mehr Infos, wie Biograhpien, eine Liste an Alben und Songs, Blogartikel und Reviews zu bekommen. Auch Hörproben in Form von YouTube Videos werden direkt angezeigt. Natürlich fehlt auch der direkte Link zum iTunes Store nicht.
Bei der Suche nach einem bestimmten Lied, dass ihr grade im Radio gehört habt, hilft euch Shazam. Hier müsst ihr einfach nur ins Mikro singen oder summen und die App findet (meistens) das richtige Lied. Leider gibt es keine direkte Möglichkeit den Song zur Kontrolle zu hören, aber da es auch hier den obligatorischen Link zum iTunes Store gibt kann man sich dort einen kurzen Ausschnitt anhören.
Für den Konsumenten gibt es also eine große Auswahl um die Musik zu genießen. Trotzdem ist das Möglichkeitenspektrum des iPads damit nicht ausgeschöpft. Die Entwickler versuchen auch dem Hobbymusiker Wege und Möglichkeiten zu bieten mit dem iPad kreativ zu werden. Die App djay zum Beispiel ist ein virtuelles Turntableset mit dem man seine Musik aus der Mediathek neu mixen kann. Sogar Scratchen ist dank der direkten Reaktionszeit möglich und macht auch dem Laien jede Menge Spaß. Es gibt noch eine ähnliche App SoundHound, die Marvin bereits hier getestet hat.
Mit GarageBand hat man dann schließlich die Möglichkeit eine Reihe an virtuellen Instrumenten selbst zu spielen und sogar komplett einen eigenen Song zu komponieren. Eine ausführliche Vorstellung der App findet ihr hier.
Neben den genannten Apps gibt es natürlich noch viele weitere, doch um Musik auf dem iPad richtig genießen zu können reichen Apps leider noch nicht aus. Obwohl die Lautsprecher am iPad nicht schlecht sind sollte man doch in jedem Fall externe Boxen oder zumindest Kopfhörer anschließen. Im heimischen Wohnzimmer kann man dies sehr schön via AirPlay machen um auf nervige Kabel zu verzichten.









Sabine
23. Mai 2011 at 19:21
Hey, informativer Weblog, weiter so! Alles Gute für die Zukunft